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Aromen der Welt – ein Besuch auf den Wochenmärkten Südafrikas

Mit dem weltweiten Trend zu regionalen Produkten hat sich in Südafrika eine florierende Marktkultur entwickelt. Jeden Samstag füllen bunte Bio- und Landmärkte die Städte am Kap und präsentieren an üppigen Ständen die kulinarische Vielfalt des Landes.

Samstag ist Markttag. Wenn am Wochenende die Farmer und Händler der Region ihre Stände mit den kulinarischen Schätzen Südafrikas bestücken, dann zieht es Familien, Städter und Touristen auf die regionalen Märkte des Landes. Ob exotische Marula Frucht, saftiges Straußenfilet oder feurig scharfes Curry — die Vielfalt der angebotenen Produkte lässt jedes Gourmetherz höher schlagen. In Erinnerung bleiben aber vor allem die herzlichen Begegnungen mit den Standbesitzern, die mit voller Leidenschaft ihre Produkte vorstellen und das Markterlebnis in Südafrika unverwechselbar machen.

Der Klassiker unter den südafrikanischen Märkten ist ein Magnet für Einheimische und internationale Besucher zugleich. Der The Old Biscuit Mill Market, dessen Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht, zieht jeden Samstag genussbegeisterte Menschen in die historischen Hallen einer alten Mühle in Kapstadts Stadtteil Woodstock. An den zahlreichen Ständen bieten regionale Händler Selbstgemachtes und Produkte aus biologischem Anbau an – von frisch gebackenem Brot, über feinste Käse- und Fleischsorten bis hin zu regional produzierten Bieren.

In Südafrikas Hauptstadt hingegen führt für Besucher kein Weg am Pretoria Boeremark- Markt vorbei. Dieser inzwischen legendäre Markt wurde vor gut 20 Jahren vom regionalen Landwirtschaftsverband gegründet, und bietet neben frischen Bio-Produkten vor allem typisch kapholländische Spezialitäten an. So umhüllt der süßliche Duft von Koeksisters, Vetkoek und Melkkos die zahlreichen Marktstände. Heute ist der Pretoria Boeremark viel mehr als nur ein Ort, um frische Produkte zu erwerben. Für viele Bewohner der Stadt ist der Besuch des Marktes, inklusive ausgiebigem Frühstück, der Start in ein perfektes Wochenende.

An der Garden Route lohnt sich ein Abstecher in das kleine Städtchen Sedgefield, wo sich jeden Samstag von 08:00 bis 11:30 Uhr das Stadtleben auf den Wild Oats Community Farmers‘ Market verlagert. Der Markt ist eine wahre Schatztruhe für Produkte, die es einzig hier zu finden gibt. Die Händler sind Bauern aus den umliegenden Gemeinden die ihre lokal gefertigten Waren anbieten. Darauf legen die Veranstalter des Marktes großen Wert. Importware sucht man hier vergebens.

Höhepunkt des kulinarischen Kalenders der Bewohner von Durban, ist an jedem letzten Samstag im Monat der The Food Market im hellenischen Gemeindezentrum der Stadt. Der Markt bietet die ganze Bandbreite an regionalen Spezialitäten, die die östliche Provinz Südafrikas zu bieten hat. Gut 50 verschiedene Stände bieten regional produziertes Fleisch, sonnengereiftes Obst, Gewürze, Pasteten, Käse, Oliven, Biltong und frische Säfte an.

Im September eröffnete der /Neighbourgoods Market /in Braamfontein. Im Herzen von Jo’burg, nur unweit des Szeneviertels Newtown, bringt der Markt neues Leben in die urbane Stadtlandschaft. Über zwei Etagen füllen delikater Buffalo-Mozzarella, hausgemachtes Bier, gepökeltes Fleisch, feinste Schokoladen und vieles mehr das ehemalige Industriegebäude. Für eine kleine Auszeit nach dem Marktbesuch geht es auf das Dach des Hauses für einen Sundowner und einen unvergesslichen Blick über die Skyline von Johannesburg.

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Sigrun Lüddecke
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Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
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