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Kulinarische Rundreise durch Ungarn – Balaton

Wenn es um ungarische Küche geht, denken die meisten zuerst an Paprika und Kesselgulasch. Daß die einzelnen Regionen weitaus mehr zu bieten haben, wissen die wenigsten. So überzeugt die westungarische Speisekarte rund um den Balaton vor allem mit Fischgerichten.

In der Region um den größten Binnensee Europas, dem Balaton, kommen vor allem Fischliebhaber voll auf ihre Kosten. Im See leben heute mehr als vierzig verschiedene Fischarten, am bekanntesten ist der Zander, der zu den regionalen Klassikern unter den Speisefischen gehört. Sein weißes Fleisch hat keine Gräten und einen einzigartigen Geschmack. Der fettarme Seebewohner gehört zu den begehrtesten und teuersten Produkten auf dem Markt. Serviert wird er häufig gebraten mit einer Marinade aus Gewürzpaprika und Mehl oder überbacken mit Buttergemüse und saurer Sahne.
Aber auch Aale, Welse oder Hechte fühlen sich im Balaton zu Hause. Alle waren ursprünglich Meeresfische, die durch den Sió-Kanal in den Balaton gelangten. Im Herbst schwimmen sie – ihrem Wanderinstinkt folgend – in Schwärmen umher und geraten somit massenhaft in die Fischnetze, um später Einheimischen und Touristen als Delikatesse zu dienen. Besonders beliebt ist beispielsweise die „Fischsuppe vom Balaton“. Diese traditionelle Suppe wird häufig mit Fischtaschen aus Karpfen und Wels serviert.

An den Ufern des Sees finden Urlauber eine große Auswahl an einheimischen Restaurants jeder Preisklasse. Hierbei schließen sich hohes Niveau und kleine Preise nicht aus. So genießen Gäste des Restaurants Kistücsök, das zu den zwanzig besten ungarischen Restaurants zählt, ein komplettes Menü ab 25 Euro. Der Schwerpunkt der Küche um Restaurantbesitzer Balázs Csapody ist es, traditionelle Gerichte neu zu interpretieren (http://kistucsok.hu/).

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist das Restaurant Chateau Visz, das in einem wunderschönen barocken Schloss, unmittelbar am Balaton, die Gäste begrüßt und zu den zehn besten Restaurants Ungarns zählt. Der deutsche Küchenchef Erik Schröter steht hier hinter dem Herd. Mit einer Mischung aus einheimischen Produkten, Elementen der klassischen ungarischen Küche, neuen mediterranen und asiatischen Aromen, sorgt er für kulinarische Gaumenfreuden (http://www.chateau-visz.com/).

Unser Tipp zum Nachkochen: Fischsuppe vom Balaton mit Fischtaschen

Zutaten:
500 g Kleinfisch
1,5 kg Karpfen
250 g Zwiebel

60 g Paprika
1 Kartoffel
30 g Salz
3,5 L kaltes Wasser
1-2 Kirschpaprika
halbe Tube Paprikakrem „Piros Arany“

Den Karpfen und die Kleinfische schuppen, den Kopf und Schwanzteil abschneiden und den Bitterzahn aus dem Kopf entfernen. Das Fleisch in circa zwei Zentimeter dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebeln klein hacken und mit den Kartoffeln und den Kleinfischen in den Topf geben. Zum Abschluß den Kopf und den Schwanz darauf legen und mit kaltem Wasser aufgießen. Die Suppe dann 30 Minuten kochen.
Nach dem die Suppe 30 Minuten bei großer Hitze gekocht hat, die Hälfte der Paprika und Kirschpaprika hinzugeben. Die Kleinfische sieben, passieren und in den Sud zurückgeben. Danach die Fischscheiben, die andere Paprikahälfte und die Paprikakrem „Piros Arany“ hineingeben, salzen und weiterkochen
Noch 30 – 35 Minuten kochen und fertig.

Fischtaschen:
Aus Karpfen und Wels wird ein Gulasch (Pörkölt) gekocht, die Hälfte davon wird zerkleinert und in den Teig gefüllt. Diese kleinen Fischtäschchen werden dann in der Fischsuppe gekocht. Die andere Hälfte des Fischpörkölts wird in der Suppe verrührt. Guten Appetit !

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Sigrun Lüddecke
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Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
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