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Arizonas Skigebiete starten in die Saison – Erstmals Schneekanonen im Einsatz

Arizona – eines der ältesten Skigebiete Nordamerikas, die Arizona Snowbowl, startet in die neue Saison. Von Mitte Dezember bis Mitte April sind die 40 Pisten – die längste von ihnen ist mehr als drei Kilometer lang – geöffnet. Erstmals in der 75-jährigen Geschichte des Areals nahe der Stadt Flagstaff sorgen Schneekanonen für eine kontinuierlich geschlossene Schneedecke. Nach Angaben der Betreiber wurden knapp zehn Millionen Euro in die neue Anlage investiert, die bei ausbleibenden Schneefällen 60 Prozent der Pisten versorgen kann.

Die Snowbowl liegt etwa zwei Stunden nördlich der Hauptstadt Phoenix in den San Francisco Peaks, ein fast 4000 Meter hohes Vulkanmassiv. Zwar fallen jedes Jahr im Durchschnitt rund 650 Zentimeter Schnee, bei stürmischem Wetter bleibt der Pulverschnee aber nicht lange auf den Pisten liegen. Die Schneekanonen sind für die Betreiber nun die Garantie für eine möglichst lange Skisaison. Um den Kunstschnee zu produzieren, nutzen die Maschinen gereinigte Abwässer aus einer Wiederaufbereitungsanlage in Flagstaff. Untersuchungen der US-Forstbehörde hatten im Vorfeld ergeben, dass die Qualität des Wassers an die von Trinkwasser herankommt. Gespeichert wird es in einem großen Becken in der Nähe des Skigebiets.

Snowbowl ist seit 1938 in Betrieb und besitzt sechs Skilifte, darunter zwei Förderbänder für Anfänger. Rund ein Drittel der 40 Pisten ist für Anfänger geeignet, Fortgeschrittene können die zahlreichen Abfahrten mit Gefällen von mehr als 700 Metern testen. Das Areal liegt inmitten des Coconino National Forest, daher schlängeln sich die Pisten durch ein dicht bewaldetes Gebiet mit riesigen Ponderosa-Pinien. In dem Skigebiet befinden sich zwei Hütten, die größere Hart Prairie Lodge verleiht Ski-Ausrüstung und bietet Skikurse und Kinderbetreuungsprogramme an.

Snowbowl ist nicht das einzige Skigebiet im Bundesstaat – mit dem Sunrise Park Resort in den White Mountains östlich von Phoenix verfügt Arizona sogar über das größte Skigebiet im Südosten der USA. Mehr als 65 Pisten, darunter auch für Langläufer, erstrecken sich auf 80.000 Quadratmetern. Mit dem Mount Lemmon Ski Valley im Coronado National Forest in der Nähe von Tucson besitzt Arizona außerdem das südlichste Skigebiet der USA. Es ist von Mitte Dezember bis Anfang April geöffnet und umfasst 15 Abfahrten. Mount Lemmon ist mit einer Höhe von 2791 Metern der höchste Berg der malerischen Santa Catalina Mountains. Sogar in der Nähe der Route 66 gibt es mit Elk Ridge ein kleines Skigebiet. Es liegt bei Williams im Norden von Arizona, etwa eine Autostunde vom Grand Canyon entfernt. Besonders Besucher, die überfüllte Strecken meiden möchten, können dort auf fünf Pisten Abfahrten genießen.

  • www.arizonasnowbowl.com
  • www.sunriseskiparkaz.com
  • www.skithelemmon.com
  • www.elkridgeski.com.
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Sigrun Lüddecke
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Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
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