«

»

DIE VULKANISCHE INSEL MAURITIUS – EIN PARADIES AUF ERDEN

Mau 23-©Mauritius Tourism Promotion Authority, BambaVor der Küste Afrikas, ca. 870 km östlich von Madagaskar entfernt, liegt ein Eiland von besonderer Schönheit, mit eindrucksvollen Gebirgsketten, Zuckerrohrfeldern und herrlicher Vegetation. Mauritius ist Dank seines subtropischen und beständigen Klimas von 25°C sowie den einsamen kilometerlangen unberührten SträndenMau 03-©Mauritius Tourism Promotion Authority, Bamba, an denen luxuriöse Hotelanlagen liegen, ein ganzjähriges Urlaubsziel. Im azurblauen glasklaren warmen Wasser des Indischen Ozeans tummelt sich in den Korallenriffen eine einzigartige Unterwasserwelt, die ihres gleichen sucht. Auch Wassersportler, Mau 18-©Mauritius Tourism Promotion Authority, BambaGolfer, Wanderer, Kulturliebhaber, Wellness-Gäste und Familien sind begeistert von der Vielfalt dieser Insel, die sich zu einem internationalen und exklusiven Feriendomizil entwickelt hat.

Die multikulturelle und herzliche Bevölkerung ist ein Mosaik aus ethnischen Gruppen, die aus Europa, Asien, Afrika und Madagaskar kamen und friedlich zusammen leben, so dass sich Mauritius im Laufe der Zeit zu einer „Regenbogen“-Nation, die zu einer toleranten Gemeinschaft verschmolz, entwickelte. Auch kulturell hat Mauritius vieles zu bieten, denn über das ganze Jahr verteilt werden religiöse Feste zusammen in Frieden und Harmonie gefeiert, denn jede Kultur hat sich ihre Eigenheiten bewahren können. So ist es nicht weiter verwunderlich, DSC00989DSC00987DSC00985daß sich auf der Insel sowohl hinduistische Tempel, wie der Tamil Tempel Route Nicolay, als auch katholische Kirchen und Moscheen befinden.

Nach 12. Stunden Flug mit Air Mauritius

erreichen wir bei strömenden Regen und 29° C den Internationalen Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam, wo wir schon erwartet werden. Wir ahnen hier noch nicht, daß der Schirm die ganze Zeit unser ständiger Begleiter sein wird.

Mit dem Bus geht es nun zu unserem Hotel, dem 4-Sterne-Resort Zilwa AttitudeDSC00889-©Sigrun Lüddecke mit seinen zahlreichen Bungalows und Pool-Anlagen. Es befindet sich an der Nordküste der Insel, in Calodyne, nahe dem Fischerdorf Grand Gaube, direkt am Meer. Das Hotel wurde erst im Oktober 2013 eröffnet und bietet für Jung und Alt zahlreiche Sportmöglichkeiten, wie Segeln, Tauchen, Schnorcheln, Bootsfahrten zu den Nachbar-Inseln und vieles mehr. Von seinen vier Privat-Sandstränden und zDSC00881-©Sigrun Lüddeckewei kleinen Privat-Inseln hat man einen reizvollen Blick auf weitere fünf Inseln.

Die Gäste haben die Möglichkeit in fünf Restaurants, die internationale und kreolische Küche bieten, zu speisen, ob im Haupthaus oder am Strand, immer mit herrlichem Blick auf den Ozean. Leider kann uns die Kochkunst sowie der Service des Hotels nicht so recht überzeugen, es soll aber daran gearbeitet werden. Die Zimmer sind funktionell und mit Naturmaterialien ausgestattet, haben einen Balkon mit herrlichem Blick auf das Meer und die sehr schöne Anlage mit ihren blühenden Blumen und Sträuchern.

Den nächsten Tag starten wir unsere Entdeckungstouren DSC01097-©Sigrun LüddeckeDSC00976-©Sigrun Lüddecke

und fahren bei strömendem Regen vorbei an weiten Zuckerohrfeldern und erreichen das Touristenzentrum Grand Baie mit seinem „Sunset Boulevard Shopping Komplex“, bis wir dann zum Strand von Cap Malheureux mit seiner Kapelle Notre Dame Auxiliatrice mit ihrem rotem Dach kommen, die ein beliebtes Fotomotiv ist. Ganz in der Nähe landeten 1810 die Briten mit ca. 1000 Mann und eroberten die Insel von den Franzosen.

Weiter geht es dann nach Pampelmousse mit seinem herrlichen Botanischen Garten „Pampelmousses Garden“, wo wir eine geführte Tour mit zahlreichen Informationen von unserer Reiseleiterin bekommen. Der Garten, der zu den schönsten tropischen Gärten der Welt gehören soll, erhielt seinen Namen von den hier angebauten Pampelmusen, die von den seit dem 17. Jh. in Mauritius lebenden Niederländern importiert wurden.DSC00912-©Sigrun Lüddecke

Er ist bekannt für seine einzigartige Sammlung an unendlich vielen Arten exotischer Pflanzen, einschließlich der gigantischen und faszinierenden Wasserlilie Victoria Regia aus dem Amazonasgebiet. Sie beeindruckt mit ihren gigantischen Blättern DSC00920-©Sigrun Lüddeckebis zu drei Meter im Durchmesser. Ihre Blüten, die meist im September blühen, gehen jeweils an zwei aufeinander folgenden Nächten auf, in der ersten Nacht blühen sie weiß, in der zweiten rosarot. Hier befindet sich auch das Denkmal von Pierre Poivre, dem Gründer des Gartens.

Ein Stück weiter bewundern wir die Talipot-Palme. DSC00933-©Sigrun LüddeckeMit einer Höhe von 12 bis 24 Metern sie ist eine der größten Palmen und besitzt die größten Blütenstände der Welt, sie blüht nur einmal in 60 Jahren, danach stirbt sie ab. Sehenswert sind auch die zahlreichen blühenden Mahagoni-Bäume sowie die seltenen Fächerpalmen Latania-Palmen aus Madagaskar.

Wir erreichen nun das Kolonialhaus Chateau de Mon Plasir, das in der typisch kreolischen Bauweise erbaut wurde. Im Garten befinden sich Bäume, die von bekannten Persönlichkeiten gepflanzt wurden, wie Prinzessin Margaret, die 1956 einen Guaven-Baum und Indira Gandhi, der 1970 einen Bois d`Olive pflanzte.DSC00936-©Sigrun Lüddecke

Leider nimmt der Regen kein Ende, es schüttet aus Kübeln

und wir fahren zum 300 Meter vom Pampelmousses Garten entfernten Zuckerrohrmuseum L’Aventure Du Sucre.DSC00953-©Sigrun Lüddecke Die ehemalige Zuckerfabrik wurde zu einem informativen und interaktiven Museum umgebaut. Ein ausgeschilderter Weg führt durch verschiedene Ausstellungsräume, die die Geschichte Mauritius‘ sowie von ihrem Zucker in der Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Dabei werden die Verarbeitung des Zuckerrohrs sowie die Ernte und die verschiedenen DSC00944-©Sigrun LüddeckeProduktionsstufen veranschaulicht. Ein anderer Teil der Ausstellung widmet sich der Reise des Zuckers und der Geschichte des weltweiten Handels.

Nach so vielen Eindrücken knurrt uns der Magen

und es geht zum Restaurant „Le Fangourin“, DSC00960-©Sigrun Lüddeckedas sich zwischen Port Louis und Grand Bay, mitten im Garten von Beau Plan befindet. Es ist umgeben von Jahrhunderte alter Vegetation, einem Pool mit üppig tropischer Flora und einer großen Veranda mit Blick auf die Berge. Wir sind begeistert, es ist so wunderschön hier.

Nun lassen wir uns von der außergewöhnlichen Küche des Restaurants DSC00967-©Sigrun Lüddeckeverwöhnen, die durch einzigartige Aromen und raffinierte Geschmacksrichtungen besticht und gleichzeitig die kulinarische Tradition der mauritischen Küche nicht verleugnet. Sie ist eine Verschmelzung von französischer, britischer, indischer, chinesischer und kreolischer kulinarischer Traditionen. Das Essen und der Service sind absolut erstklassig.

Unglaublich, das Wetter wird etwas besser DSC01026-©Sigrun Lüddecke

und wir beschließen, nach Port Louis, dem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Insel, zu fahren, wo Moderne und Kolonialzeit aufeinander treffen. Wir haben leider nicht so viel Zeit und begeben uns in das Caudan Waterfront Center, das ein modernes und weit verzweigtes Einkaufs- und Vergnügungs-Zentrum ist. Hier befinden sich Boutiquen, Hotels, Restaurants, Kinos und ein Spielkasino sowie das Blue Penny Museum.

GegeDSC01051-©Sigrun Lüddeckenüber liegt der Zentralmarkt „Port Louis Market“ mit seinen Obst- und Gemüse-Ständen, wo sich diese abenteuerlich stapeln und ein farbenprächtiges Bild zeigen. Verkäufer buhlen um die Gunst der Kunden, es wird in allen Sprachen der Insel gehandelt. In einem zweiten Marktgebäude werden hauptsächlich Souvenirs, wie T-Shirts, Bast-Taschen und Pareos angeboten.

DSC00992-©Sigrun LüddeckeDSC01035-©Sigrun Lüddecke

Es ist sehr spät geworden

DSC00999-©Sigrun Lüddecke

und wir fahren danach zum luxuriösen 5-Sterne Hotel St. Regis Hotel Le Morne, das auf der Halbinsel Le Morne, an der Spitze der Insel liegt. Das neue Hotel befindet sich direkt am langen, feinsandigen Strand und bietet einen fantastischen Panoramablick auf den Indischen Ozean und den Berg Le Morne Brabant.DSC00997-©Sigrun Lüddecke

Wir sind zum Dinner eingeladen, das vorzüglich ist, anschließend machen wir einen Rundgang durch das Hotel und die Anlage. Wir sind von der Eleganz, dem Luxus und der Liebe zum Detail sehr beeindruckt.

Wir können es nicht fassen, die Sonne scheint und wir werden zur Eureka Kolonialvilla fahren

DSC01055-©Sigrun LüddeckeEs geht durch eine sehr schöne Landschaft mit Zuckerrohrfeldern und Blick auf die Berge Piton de la Petite Rivière Noir, Pieter Both und Le Pouce bis wir eine der schönsten kreolischen Herrenhäuser auf Mauritius, die Villa Eureka in Moka, südlich von Port Louis gelegen, erreichen. Das Anwesen besteht aus zwei Häusern und mehreren Pavillons und besticht durch seine erlesenen Antiquitäten DSC01065-©Sigrun Lüddeckeund alten Fotos. Die Villa wurde um 1830 aus Edelhölzern, die aus Mauritius stammen, erbaut und ist von einer langen schattigen Veranda umgeben, auf der wir wunderbar kreolisch essen. Der wunderschöne Garten mit kleinen Wasserfällen des Flusses Moka besticht durch seine heimische Pflanzenwelt sowie der immergrünen Mango-Bäume und Palmen.

DSC01116-©Sigrun LüddeckeAm folgenden Tag geht es zur ältesten Pferde-Rennbahn Champ de Mars in Port Louis

Sie ist auf der südlichen Erdhalbkugel und nach Ascot die zweitälteste der Welt. Jedes Wochenende, von Ende März bis zum ersten Dezember, ist ganz Mauritius im Wettfieber. Hier werden seit 1812 vom Mauritius Turf Club Pferderennen veranstaltet, die von den Engländern ins Leben gerufen wurden. Die ovale, 1300 Meter lange Rennbahn liegt mitten in Port Louis und spiegelt noch den Charme der Kolonialzeit wider.DSC01117-©Sigrun Lüddecke

Jedes Wochenende herrscht im Hippodrom Volksfeststimmung. Dann haben Buden und Wettbüros Hochkonjunktur, denn für die Mauritier ist Pferderennen und Wetten eine Art Volkssport. Es macht Spaß den Einheimischen dabei zuzusehen, zumal der Wetteinsatz nicht hoch sein muss. Dann erlebt man hautnah das ungezügelte Temperament der Mauritier.

Die Pferde, die hier laufen, haben sich international einen Namen gemacht und kommen aus Südafrika, Australien und oft sogar aus Europa, und werden vor dem Rennen in einem Innenhof des Gebäudes vorgestellt.

DSC01111-©Sigrun LüddeckeDie Zuschauer, die sich einen Logenplatz mieteten, werden mit Champagner und Fingerfood verpflegt, die anderen können sich einfach unter das an der Bahn drängende „Volk“ mischen, so daß sie mitten im Getümmel sind und hautnah die Freude über einen Sieg erleben können – es ist ein wahres Erlebnis!

Unser letztes Highlight ist das „Festival International Kreol“ FKlogo-©Mauritius Tourism Promotion Authority, Bamba

das seit 2006 jährlich und abwechselnd in verschiedenen Orten der Insel gefeiert wird. Die diesjährige große Veranstaltung findet vom 27. November bis 1. Dezember 2013 zum achten Mal in Folge statt, diesmal am Strand in der Ortschaft Le Morne, am Fuß des Berges Le Morne Brabant.

DSC01019-©Sigrun LüddeckeDas Motto lautet: „Nu pei nu kiltir nu kreolite“ – unser Land, unsere Kultur, unser Kreol. Mehrere Inselstaaten im Indischen Ozean zählen zu den Teilnehmern,FIK_GRAN KONSER(38)-©Mauritius Tourism Promotion Authority, Bamba die mit diesem Fest den Einheimischen sowie auch Besuchern die kreolischen Bräuche und Sitten näher bringen wollen. So können wir uns am 29. November auf einen Sega-Abend freuen, der die einzigartige Musik- sowohl den Tanzstil der Einheimischen zeigt.

Es sind Tausende Menschen unterwegs, die sich dieses Spektakel, das bis spät in die Nacht geht, nicht entgehen lassen wollen. Am nächsten Abend geht das Festival mit dem berühmten „All Night Concert“, unter Beteiligung von mehreren lokalen, regionalen und internationalen Künstlern wie Poeten, Sängern und Musikern sowie auch Designern und Rednern am nächsten frühen Morgen zu Ende. Das Fest zeigt wieder einmal eine geeinte, große kreolische Gemeinschaft.FIK_GRAN KONSER-©Mauritius Tourism Promotion Authority, Bamba

www.tourism-mauritius.mu

Fotos: © S. Lüddecke; © Mauritius Tourism Promotion Authority, Bamba
Layout: S. Lüddecke, P. Seibert

 

Print Friendly
Sigrun Lüddecke
Follow me:

Sigrun Lüddecke

Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
Sigrun Lüddecke
Follow me:

Über den Autor

Sigrun Lüddecke