«

»

Die Region Westgriechenland fasziniert mit weiten Ebenen bis hin zu Hochgebirgen, herrlichen Badestränden sowie mit einzigartigen archäologischen Stätten der Antike und des Mittelalters.

KARPATHOS SPIAGGIA DI APELA

Wir landen in Athen am Internationalen Flughafen

Eleftherios Venizelos und werden gleich mit der bekannten griechischen Herzlichkeit begrüßt. Jetzt steht uns noch eine lange Weiterfahrt von 4,5 Stunden bevor, bis wir unser erstes Ziel, die Stadt Agrinio in Westgriechenland erreichen.

Auf der Fahrt dorthin machen wir noch einen kurzen Abstecher zum

6,3 km langen Kanal von Korinth, P1010823der das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes trennt und der nur für kleine Schiffe befahrbar ist – es ist beeindruckend.

Gegen Abend erreichen wir nun die,

in einer hügeligen Ebene liegende Stadt Agrinio, die ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist und hauptsächlich landschaftlich genutzt wird. Hier checkenP1010854 wir im zentral gelegenen netten Hotel „Imperial“ ein, von dem man alle Sehenswürdigkeiten sehr gut erreichen kann. http://www.agrinioimperial.gr

Nicht weit entfernt von hier liegt am Eingang des Golfes von Korinth, in einer Bucht, die malerische Hafenstadt Nafpaktos mit ihren traditionellen Häusern und dem kleinen venezianischen Hafen, P1010839der alle begeistert. Umgeben ist er von einer Stadtmauer, auf der sich Denkmäler befinden wie auch die Statue von Cervantes, die an die Schlacht von Lepanto (1571) erinnert. Zahlreiche gemütliche Restaurant, Cafés, Bars, kleine Geschäfte sowie ein großer Platz mit Tischen und StühlenP1010842 laden zum Kaufen und Verweilen ein. Auf dem Hügel über der Stadt thront eine mächtige venezianische Burg, von der man einen großartigen Blick über das Meer mit der untergehenden Sonne hat.

Außerhalb befinden sich zahlreiche lange Strände, an denen nette Restaurants liegen, die wunderbare Treffpunkte für Einheimische und Gäste sind. P1010848

Am nächsten Tag ist die heilige Stadt Messologhi unser Ziel, die am Golf von Patras liegt und touristisch kaum erschlossen ist.

Wir durchfahren eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, die von fruchtbaren Ebenen, dicht besiedelten Tallandschaften, die von Orangenplantagen, Weinanbauflächen sowie Olivenplantagen geprägt sind. P1010346Verträumte kleine Dörfer, die teilweise noch in der Vergangenheit leben, machen den Eindruck, als warten sie darauf warten, wachgeküßt zu werden. Es ist eine sehr schöne Fahrt mit ständig wechselnden, grünen Anblicken.

 

 

P1010893Nach ca. einer Stunde erreichen wir die Stadt, die zwischen zwei Lagunen liegt, und bis heute ein Symbol des griechischen Widerstands gegen das Osmanische Reich ist. Wir besichtigen den eindrucksvollen „Garten der Helden“, P1010894der an die Gefallenen des griechischen Unabhängigkeitskrieges von 1821 erinnert.

#Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Trichonida-See, 300px-Trichonida_Lake,_Etoloakarnania,_Greece_-_View_upon_the_lakeder der größte See natürlichen Ursprungs in Griechenland ist. 200 Vogelarten, von denen 50 als selten vorkommend gelten, haben hier ihr Zuhause gefunden.

In einem kleinen Dorf mit Blick auf den See werden wir jetzt ein wenig verweilen, dann geht es zurück nach Messolonghi, wo wir im netten Restaurant Fishtavern Dimitroukas einkehren und vorzüglich speisen. P1010929P1010931Danach geht es bei herrlichem Sonneschein zu

den Lagunen von Messolonghi-Aitolikos,

die zusammen mit dem Delta des Acheloos und des Evinos Flusses einen der größten Lebensräume für Vögel und Fische bilden.P1010906

Überall sieht man Angler am Ufer stehen, die ihre Netze und Angeln hinauswerfen und auf den großen Fang warten, den sie dann gleich in den sich hier angesiedelten, zahlreichen Fischrestaurants verkaufen. Der frische Tagesfang P1010915von Doraden, Brassen, Aalen und Meeräschen sowie Muscheln und Meeresfrüchten aller Art werden dann mit Öl- und Zitronensauce zubereitet und schmecken köstlich !P1010907 Die langen Sandstrände laden mit ihrem klaren Wasser zum Baden ein und in der Ferne befinden sich Salinen, die bekannt sind für ihr sehr gutes Salz, es lohnt zu kaufen, wir taten es !P1010909

Nach ca. 20 km in Richtung Nordwesten kommen wir zum anderen Ende der Lagune, wo sich auf einer kleinen Insel, der nette Ort Etoliko mit seinen für diese Gegend so charakteristischen Pfahlbauten befindet. Wir genießen bei diffusem Licht den weiten Blick über das ruhige Wasser und die im Hintergrund liegenden Berge, die Atmosphäre macht ganz melancholisch, es ist wunderschön.

Es ist spät geworden, wir fahren durch eine Landschaft P1010984von Bergen und Meer in Richtung Patras. Auf dem Weg dorthin erblicken wir von weitem die 2.880 Meter lange Rio-Andirrio-Brücke, die über die Meerenge von Rio-Andirrio führt und den Eingang zum Golf von Korinth bildet. Sie ist die längste Mehrfeldschrägseilbrücke der Welt und erscheint trotz ihrer kolossalen Größe elegant, leicht und sehr ästhetisch, sie ist ein wirklicher Hingucker !

Nach ca. 30 km kommen wir nun in der Universitätsstadt Patras an – dem Tor zum Westen.

Sie ist Hauptstadt und die viertgrößte Stadt des Landes, Verwaltungs- sowie Kulturzentrum der Präfektur Achaia und eine der wichtigsten P1010925Hafenstädte Griechenlands. 220px-PatrasHafenVonFähre

Patras ist eine junge Stadt, die nach der Zerstörung durch den griechischen Befreiungskampf 1821 ab 1856 wieder aufgebaut wurde und so ein völlig neues Gesicht bekam. Sie erstreckt sich vom Hafen bis zur Festung an einem Berghang und wurde mit geraden und breiten Straßen, weitläufigen Plätzen sowie Alleen, die von Bäumen gesäumt werden, und mit zahlreichen Grünflächen angelegt.

In der Altstadt wechseln sich morbide Bürgerhäuser mit eleganten Stadthotels ab, zu denen auch das 4-Sterne Patras Palace Hotel gehört. P1010958Es ist ein sauberes und sehr angenehmes Hotel und liegt ganz zentral in der Nähe der Bushaltestelle, und nur über die Straße vom Hafen entfernt – sehr zu empfehlen ! www.patraspalace.gr

Besonders schön ist ein Spaziergang am Abend durch die malerische und quirlige Altstadt, der uns durch enge Gassen, Torbögen und vorbei an alten traditionellen Häusern führt.

Zwischen modernen Hochhäusern, Textil- und Papierfabriken befinden sich gemütliche Straßencafés, Schnellimbisse und Bars. In den zahlreichen Restaurants genießen Einheimische sowie Touristen die lokalen- und internationalen Leckerbissen. In den engen GassenP1010976P1010972P1010971 und Einkaufsstraßen locken elegante Boutiquen, Geschäfte und Galerien, die zum Kauf von so mancher exklusiven Rarität bis hin zum modischen Schnick Schnack verführen.

Sehenswert ist das archäologische Museum, eines der größten in Griechenland, in dem Funde aus der Zeit zwischen 3000 v. Chr. – 4. Jh. n. Chr., die aus der Stadt Patras und der südlichen und westlichen Achaia stammen, zu sehen sind.

P1010961Anschließend führt unser Weg zur beeindruckenden griechisch orthodoxen Kirche St. Andreas , P1010969P1010968deren Kuppel ca. 60 m lang, 52 m breit und 46 m hoch ist. Auf ihr steht ein 5 Meter hohes goldenes Kreuz, das von 12 kleineren umgeben ist und Jesus mit den Aposteln symbolisieren soll.

Die Gesamtfläche der Kirche beträgt 2500 qm und bietet Platz für ca. 8000 Menschen.

Wir haben noch ein wenig Zeit, und entschließen uns bei 35° C, eine steile Treppe (230 Stufen) zu nehmen, die zur alten Festung Kastro P1010986führt, die hoch über der Altstadt thront. Von hier genießen wir einen wunderschönen Rundblick über Patras, den Hafen und das weite Meer.

Unser nächstes Ziel ist der Ort Kyllini mit der mittelalterlichen Kreuzfahrerfestung Chlemoutsi aus dem 13. Jh.,

die sich auf einem 200 Meter hohen, grünen Hügel befindetP1010947P1010991 und ein bedeutendes Beispiel der französischen Festungsbaukunst des 12. Jahrhunderts ist. Sie besteht aus einer Vor- und Hauptburg, in der sich ein kleines Museum befindet. Im Sommer finden hier zahlreiche Veranstaltungen wie Ritterspiele, Konzerte, Theaterstücke etc. statt.

Die Hafenstadt Kyllini erreichen wir nach ca. 1,5 Stunden Fahrt, die am westlichsten Teil des Peloponnes liegt und mit ihren langen und feinen Sandstränden besticht, die sich über viele Kilometer erstreckenden. Ihr kleiner Fährhafen verbindet in einer Stunde u. a. die beiden Ionischen Inseln Zakinthos und Kefalonia.

Kastro-Kyllini liegt nicht weit vom Ort Zacharo entfernt und war bereits schon in der Antike durch seine Thermalquellen an der Lagune von Kaiafas bekannt, die nur 9 km vom Ort entfernt inmitten eines Waldes liegen. Hier wurden auch Anlagen von Bädern aus römischer Zeit gefunden. Die Schwefelquellen dienten schon damals zur Behandlung von Hautkrankheiten und Arthritis.

Die typisch griechische Kleinstadt Zacharo liegt in einem wunderschönen Tal, umgeben von Olivenhainen. Besonders in den Sommermonaten ist sie ein Touristenmagnet, dann tummeln sich internationale Gäste in den engen kleinen Gassen, in denen sich Hotels, zahlreiche Boutiquen sowie gemütliche Restaurants, P1020001P1010997nette Cafés und Bars befinden. Die intakte Infrastruktur sorgt dafür, daß sich die Gäste hier rundherum wohlfühlen können..

Zacharo ist auch ein idealer Ausgangspunkt, um einen Abstecher nach Olympia, dem Heiligtum des Zeus in Ilia zu machen.

Wir checken im eleganten 5-Stene Spa Hotel Olympia Riviera Thalasso ein.P1020021 Es befindet sich in einem 500 Morgen großen Waldgebiet, direkt am 10 km langen, herrlichen Sandstand mit Blick auf die ionischen Inseln. Die eleganten Gästezimmer mit Meerblick und Familienzimmer & Suiten bieten alles, was das Herz begehrt. luxury-resort-peloponnese-4-4463Die sehr schöne P1020026Pool-Landschaft mit der weitläufigen Terrasse und dem Blick auf das Meer ist ein idealer Ort, um schnell den grauen Alltag vergessen zu können.

Die 15 Restaurants & Bars des Resorts verwöhnen mit kulinarischen Leckerbissen der einheimischen und internationalen Küche sowie mit internationalen Getränken.

Das hypermoderne 4.500 qm große Zentrum Elixir Thalasso Spa Center ist eine Oase der Ruhe und Entspannung und befindet sich neben dem Haupteingang des Hotels. Es offeriert eine erlesene Zusammenstellung diverser Anwendungen für Sie und Ihn.

Auch Sportfreaks kommen hier voll auf ihre Kosten, denn es locken zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten für Jung und Alt. www.olympiarivierathalasso.com/

Am letzten Tag unserer Reise werden wir noch das antike Olympia besuchen,

P1020007

die in einer Ebene am Fuß des Kronos-Hügels und am Ufer des Flusses Kladeos liegen, und sehr gut zu Fuß zu erreichen sind.

Nach Entdeckung der Ausgrabungsstätte werden seit dem 18. Jh. ständig neue Funde von Archäologen ausgegraben, so daß die wichtigsten im Archäologischen Museum Olympia zu sehen sind.

Die Olympischen Spiele waren ein bedeutendes Sportereignis in der Antike,

das spiegelt die gesamte sehr gut erhaltene Ausgrabungsstätte wider. Eindrucksvoll zeigt sich der Zeus-Tempel, der 460 v. Chr. aus Muschelkalk und Marmor erbaut wurde und der kultische Mittelpunkt von Olympia war.P1020014 Im inneren Hauptraum stand die 12 Meter hohe Zeus-Statue aus Gold, Silber, Elfenbein und Edelsteinen, die zu den Sieben Weltwundern gezählt wurde.

P1020012Nicht weit entfernt, liegt der Hera-Tempel, der um 600 v. Chr. erbaut wurde. Auch heute wird seit 1936 vor dem Tempel noch das Olympische Feuer entzündet, das zu Ehren der Göttin Hestia entfacht wurde und auch als Symbol für den Frieden brannte. Nördlich des Hera-Tempels liegen die Schatzhäuser mit einer ganzen Reihe von Sockeln, auf denen sich Zeus-Statuen befanden. Weiter zu sehen sind u.a. die Trainings- und Wettkampfstätten der Ringer und Faustkämpfer sowie das Olympia Stadion, das einst Sitzreihen für bis zu 45.000 Zuschauer hatte, von denen heute nur noch einige zu sehen sind u.v.m..

Das Archäologische Museum in Olympia P1020015ist eines der bedeutendsten Museen Griechenlands. Die große Sammlung wird in zwölf Sälen im Uhrzeigersinn fast chronologisch geordnet präsentiert, wobei im Zentrum die drei Meter hohe Statue des Gottes Apollon steht.

P1020017Die Säle geben seit der Prähistorie bis in die späte klassische Epoche sehr interessante Einblicke in das Leben, die Kunst und Kultur von Olympia.

1988 wurde die archäologische Stätte von Olympia in die Liste der UNESCO aufgenommen.

 

Leider geht nun unsere Reise zu Ende. Wir haben abwechslungsreiche Landschaften genießen können und wurden konfrontiert mit großartiger Kultur und Kunst und lernten gastfreundliche und liebevolle Menschen kennen – es war großartig !!!

www.visitgreece.gr

Text u. Fotos: S. Lüddecke

Print Friendly
Sigrun Lüddecke
Follow me:

Sigrun Lüddecke

Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
Sigrun Lüddecke
Follow me:

Letzte Artikel von Sigrun Lüddecke (Alle anzeigen)

Über den Autor

Sigrun Lüddecke