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Sri Lanka – von Buddha reich beschenkt

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Die Insel ist das Kleinod der Hochkultur mit uralten Königsstätten, die die buddhistische und singhalesische Geschichte widerspiegeln. Sri Lanka ist ein Land mit vielen Volksgruppen, drei Sprachen, und in dem die Religion den Alltag prägt. Beeindruckend sind ihre zahlreichen Tempelanlagen und -ruinen, die Savannen und Wälder sowie die abwechslungsreichen grünen Landschaften mit ihren fruchtbaren Ebenen, den Reisfeldern, Teeplantagen, Bergen und Wasserfällen sowie die herrlichen palmengesäumten Strände mit ihren sehr schönen Hotelanlagen. All das ist ein Garant für einen wunderschönen und unvergeßlichena Urlaub.

Sri Lanka sri-lanka-kartewurde schon von den alten Seefahrern liebevoll mit vielen poetischen Namen bedacht wie Insel der Götter, Land der Lotusblüte oder Perle im Indischen Ozean. Bis heute hat sich daran nichts geändert, denn dieses Eiland ist trotz aller Widrigkeiten ein königlich leuchtendes Land geblieben.

Endlich haben wir nach zehn Stunden Flug den Internationalen Flughafen Bandaranaike von Colombo in Katunayake erreicht, der nahe des Bade- und Fischerortes Negombo liegt. Ich bin sehr müde, es ist acht Uhr früh und wir werden schon von unserem Guide am Flughafen erwartet, der uns mit dem Bus in Richtung Colombo zu unserem Hotel in Bentota bringen wird. Es ist sehr warm und feucht und wir fahren durch eine üppige VegetationIm Garten d. Resorts 2 mit prächtig blühenden Frangipani- Bäumen, Palmen und Feldern.

Je näher wir der Stadt kommen, desto chaotischer wird der Verkehr, der immer dichter und lauter wird. Völlig überfüllte Busse, hupende Taxen und zahlreiche Tuck Tucks, dazwischen Ochsenkarren, Fahrräder sowie hastende Menschen, die versuchen, sich irgendwie ihren Weg durch den dichten Verkehr zu bahnen. Es stinkt nach Abgasen der Zweitaktmotoren, die aus den alten Lastwagen und Dieselbussen kommen, so daß uns das Atmen schwerfällt.
Unsere Fahrt führt uns vorbei an Herrenhäusern, dem Zimtkanal, den christlichen Friedhöfen, Kirchen, Hindutempeln, kleinen Dagobas und den Kuppeln der buddhistischen Heiligtümer.P1020239 Immer wieder begegnen uns lächelnde Menschen, die sich oft barfuß mit Opferblüten und Früchten zu den Andachtsstätten begeben.

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Die britische Kolonialzeit ist in Sri Lanka allgegenwärtig,

das zeigen die sehr gut erhaltenen Häuser, die die vergangene Zeit der damaligen Herrscher wider-spiegeln, dazwischen tummeln sich Händler und Lastenträger sowie Elefanten, die sich schwerfällig zwischen den hupenden Autos bewegen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir kommen durch Villenviertel der wohlhabenden Bürger, in denen sich gepflegte Grünflächen befinden und der Verkehr auf breiten Alleen fließt. Plötzlich nehmen uns Hochhäuser aus jüngster Zeit die weite Sicht und es scheint, als würden sie mit den noblen Hotelpalästen aus einer vergangenen Epoche konkurrieren wollen. Endlich erblicken wir wieder den blauen Ozean mit seinem Strand, der bis an die Hauptstadt Colombo heranreicht.P1020050P1020056

Colombo ist heute das wirtschaftliche Zentrum Sri Lankas, das aus verschiedenen Stadtteilen zusammen gewachsen ist, die aber noch immer ihren eigenen Charakter bewahrt haben. Das Basar- Viertel Pettah war einst das Wohn- und Geschäftsviertel der Portugiesen, die der Stadt auch ihren Namen gaben oder aber das „europäische“ Geschäfts- und Verwaltungszentrum Fort mit seinem Urturm,P1020049 der bis 1952 als Leuchtturm diente. Hier ist die britische Kolonialzeit mit ihren nostalgischen Büro- und Kaufhäusern allgegenwärtig. Der grünste Stadtteil Colombos ist Cinnamon Garden, der einst die bevorzugte Wohngegend der Briten war. Auf dem langen Grünstreifen, Galle Face Green, der sich entlang der Küste zieht, hielten sie einst ihre Pferderennen und Militärparaden ab, heute aber wohnen in den schönen Häusern und Villen reiche Singhalesen. Hier befindet sich auch das Galle Face Hotel, das älteste Hotel der Stadt, dessen Kolonialstil behutsam und liebevoll restauriert wurde. Wir geniessen hier das Mittagessen mit Meerblick und kreischenden Möwen.

Orientalisch und laut geht es im Wohnviertel Pettah zu. Hier leben noch die Moors, die Nachfahren der arabischen Seefahrer, sowie andere ethnische Gruppen. Moslemische und tamilische Händler prägen das Bild des Viertels, in dem Armut und Elend herrschen. P1020079Hier befindet sich auch der wichtigste Hindu-Tempel Colombos. Seine Frontseite ist reich mit Götterfiguren des hinduistischen Pantheons geschmückt und ist der Göttin Kali geweiht.

Wir machen noch einen kurzen Abstecher ins holländische Viertel Wolfendal mit seinen zahlreichen Zunftstraßen. Hier befinden sich kleine verspiegelte Läden, in denen Juweliere und Goldschmiede ihre Wahren anbieten, und auf einem Hügel steht die holländische Kirche aus dem Jahr 1750. Sie ist die älteste erhaltene christliche Kirche Colombos, von der man einen P1020128wunderschönen Blick über den Hafen und die alten Stadtviertel hat. Besonders farbenfroh zeigt sich der Wohnort Hulftsdurp, er erinnert noch an die holländische Kolonialzeit. Hier bauten die Holländer keine Straßen, sondern legten dafür zahlreiche Kanäle an wie die ehemaligen Zimtgärten.

Inzwischen ist es spät geworden und wir erreichen das ebenfalls historische 5-Sterne Mount Lavinia Hotel im gleichnamigen Ortsteil. Mount Lavinia Hotel 48e215719a0449185fe96721aa3d3889Es liegt etwas abseits des Stadtzentrums in einem sehr ruhigen Wohnviertel der besser betuchten BevölkerungP1020122 der Hauptstadt. Das Restaurant mit seiner grossen Terrasse am Hotelpool bietet uns einen grandiosen Ausblick auf den Indischen Ozean. Dieser ist nicht zu unterschätzen, die Wellen reißen einem Strandspaziergänger leicht die Füße hinweg. So kam eine schöne, große Welle und – platsch! – lag ich in den Wasser…!

Am nächsten Tag machen wir uns auf in die Küstenstadt Bentota, die ca. 85 km südlich von Colombo liegt. Sie hat sich vom verschlafenen kleinen Fischerdorf mit seinem herrlich langen 4 km langen weißen Traumstrand, an dem sich Palmen im Wind wiegen, P1020188zu einem wunderschönen Ferienort entwickelt. Hier mündet auch der Bentota Ganga in den Indischen Ozean, der Heimat unzähliger Vögel ist und mit seiner Flora und Fauna fasziniert.
Wir checken im Avani Bentota Beach Hotel ein, das an der Süd West Küste direkt am Indischen Ozean liegt. Es lädt mit seiner großen Pool-Terrasse, den 146 netten Zimmern, Superior Bungalows, Deluxe Zimmern sowie Suiten zum wunderbaren Verweilen und relaxen ein.P1020202

Wir besuchen hier in unmittelbarer Nähe zum Hotel die „Sea Turtle Farm & Hatchery“, die für das Überleben der Meeresschildkröten sorgt. Sie wird durch eine P1020197gemeinnützige Organisation geleitet und befindet sich in der Nähe des schönen Strandes des Ortes Habaraduwa. Das Zentrum wurde im Jahr 1986 gegründet und hat bis jetzt mehr als 500.000 Meeresschildkröten in den Ozean freilassen können.

Unser Programm ist sehr straff organisiert, so ist am dritten Tag die Stadt Kandy unser Ziel.P1020244

Aber bevor wir diese erreichen, besuchen wir auf dem Weg dorthin noch das Waisenhaus für Elefanten Pinnawela Elephant Orphanage. P1020256Hier lebt in Gefangenschaft die größte Elefantenherde der Welt, vom Babyelefanten bis hin zu Elefanten, die hier noch ihr ihr „Gnadenbrot“ erhalten. Alle haben hier ihr zu Hause gefunden. Es ist sehr beeindruckend.

Nun regnet es wie aus Kübeln, unsere Entdeckungsreise geht weiter durch das zentrale HochlandSomerset Garden - blue sky, 2 pluckers VG 35mm (2)

mit grünen Bergen, an deren Hängen sich riesige Teeplantagen befinden, bis wir die Stadt Kandy erreichen, eine der traditionsreichsten Orte Sri Lankas und der Welt. Sie wurde im 14. Jh. gegründet und war bis 1815 die Hauptstadt des letzten singhalesischen Königreiches. Sie besticht mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer Kultur. Dazu gehören u.a. der „Kandy-Tanz“ und die Architektur sowie das sehr guten Klima. Sri_Lanka_-_029_-_Kandy_Temple_of_the_ToothInmitten der Stadt liegt der künstlich angelegte Kandy Lake, auch „Milchsee“ genannt.

Das Highlight Kandys ist aber der Tempelbezirk mit seinem weltberühmten Zahntempel, der zum Weltkulturerbe gehört. Nach einer Legende wird im Sri Dalada Maligawa P1020430ein Eckzahn Buddhas aufbewahrt, der den Tempel zu einem der wichtigsten buddhistischen Pilgerorte Sri Lankas macht.P1020447

Auf der Insel findet alljährlich das Fest Esala Perahera statt, das schon im 3. Jahrhundert vor Christus gefeiert wurde, um die Götter um Regen zu bitten. Es ist eines der ältesten buddhistischen Feste der Welt und findet immer zur Zeit des Esala-Vollmonds P1020329im Juli oder August statt, das ganz dem Zahn Buddhas geweiht ist. Dann sind Tausende Pilger und Touristen aus aller Welt auf den Beinen, um bei diesem Spektakel dabei sein zu können.P1020344 Es dauert 15 Tage lang und wird von einer Parade mit farbigen Glühbirnen prächtig geschmückter Elefanten, von denen der größte den heiligen Zahn des Buddhas trägt, begleitet. Sie ziehen mit Tänzern, Feuerschluckern, Peitschenschlägern und Trommlern langsam durch die Stadt,P1020339 in der sich die Gläubigen geduldig auf Bürgersteigen, Straßen und Sitzgelegenheiten tummeln. Diese farbenfrohe Prozession ist ein fröhliches und lebendiges Fest, das über mehrere Stunden dauert. Es ist ein wirkliches Spektakel, das man sich unbedingt ansehen sollte.

Nach dem Fest, der langen Tagesbusfahrt wie auch von den nicht alltäglichen Eindrücken freuen wir uns nun auf unser Bett und checken im sehr schönen 5-Sterne Mahaweli Reach Hotel in Kandy einMahaweli Reach Hotel homeslide3, das am Mahaweli River liegt, dem längsten Fluß Sri Lankas.
Die 112 geschmackvoll eingerichteten Zimmer sowie Präsidenten-, Executive-Suite und Junior-Suiten sowie Deluxe-Zimmer sind modern und komfortable eingerichtet. Das Restaurant bietet regionale Köstlichkeiten, die keine Wünsche übrig lassen, dazu genießt man den Blick auf Pool und Fluß. Gern wäre ich hier noch länger geblieben, aber unser Programm lockt nun mit dem Sigiriya Weltkulturerbe, und das erreichen wir erst in ca. drei Stunden.
Unsere Fahrt geht durch kleine Dörfer mit hastenden MenschenP1020238, die sich an Haltestellen und Straßen drängen. Dann geht es weiter durch Ebenen und grüne Landschaften, bis wir plötzlich den aus dem Dschungel weit sichtbar ragenden Löwenfelsen mit der beeindruckenden Felsenfestung Sigiriya erblicken, die einst eine luxuriöse Burg war. Der Felsen befindet sich in der Mitte des kulturellen Dreiecks zwischen Anuradhapura, Polonnaruwa und Kandy. P1020548

Die Besteigung des Felsens ist bei 35° C sehr feuchter Luft sehr beschwerlich, denn der Weg führt uns über eine steile P1020554Wendeltreppe – wir sind schweißgebadet. Auf halben Weg P1020561erblicken wir unser erstes Highlight, wir erreichen die bezaubernden und wunderschönen farbigen Fresken der anmutigen Wolkenmädchen. Es sind die berühmten Fresken des Kassipa, die die Dienerinnen im Morgennebel zeigen. Laut Überlieferung sollen sie von Neid, Haß und Mord erzählt haben, was wie ein Krimi klingt und jeden vor Entsetzen verstummen läßt. Auf dem Felsen befand sich einst das Palastgebäude, von dem heute nur noch die Grundmauern P1020560zu sehen sind. 1982 wurde der Löwenfelsen zum Welterbe der UNESCO ernannt. Von oben hat man einen atemberaubenden Blick über den herrlichen Regenwald und die Lustgärten.

P1020473Nach einer langen IMG_2534 (2)aber sehr eindrucksvollen und schönen Fahrt erreichen wir Dambulla

mit dem Dambulla Höhlentempel, der seit 1991 zum Weltkulturerbe gehört.
Fünf prachtvolle Höhlentempel, von denen der zweite mit seinenP1020515 66 Buddhastatuen und den großartigen Wand- und Deckenmalereien der schönste ist. Die Malereien entstanden durch Mönche über einen Zeitraum von 2000 Jahren und sind das Beeindruckendste, was singhalesische Künstler je geschaffen haben. Eine weitere Besonderheit dieser Höhle ist, daß aus ihr unablässig Wasser von der Decke tropft. Nach einer Legende soll es aus einem unterirdischen Fluß kommen, der angeblich bergauf fließt und niemals versickert.P1020507

Der schwarze Granitfelsen Dambulla Gala erhebt sich 340 m über dem Meeresspiegel, P1020529den wir zu erreichen über einen Felsweg gehen müssen, bis wir dann in ca. 250 m Höhe über Treppen die Plattform erreichen. Von ihr hat man einen gigantischen Blick über den Kandalama-Stausee, den Dschungel und bei klarer Sicht bis zum Sigiriya-Felsen. Von den fünf Höhlentempeln ist der mit den Buddhastatuen aus verschiedenen Zeiten der schönste.

Dann geht es zurück nach Sigiriya und wir checken im 4-Sterne Aliya Resort & Spa mit einer fantastischen Kulisse ein. Aliya Resort Sigiriya 85Es liegt malerisch zwischen hügeligen Feldern und alten Bäumen mit Blick auf auf Sigiriya.
Wir sind überrascht vom modernen Stil des Resorts, denn schon in der Lobby werden wir vom geliebten und verehrtenP1020541 sri-lankischen Elefanten „Aliya“ begrüßt, der groß von den Wänden blickt und auch im gesamten Resort allgegenwärtig ist . Die Einrichtung des Resorts ist elegant, aber nicht aufdringlich, so daß man sagen kann: „weniger ist mehr“.P1020542P1020530

Die geräumigen Chalets und Luxus-Zelträume blicken auf einen großen, sehr gepflegten RasenP1020543, auf dem natürlich auch ein großer bunt bemalter Elefant steht. Vom Restaurant hat man einen wunderschönen Blick auf den sehr großen Pool mit dem weiten Blick über den Regenwald bis hin zum Löwenfelsen Sigiriya. Das Resort ist ein idealer Ort zum Erholen und Entspannen, gern wäre ich noch länger dageblieben – aber wir müssen weiter !!

Heute werden wir nach Polonnaruwa fahren, es ist unser letztes Ziel, bevor es wieder nach Hause geht.P1020289

Bei herrlichem Wetter geht es wieder durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an Dörfern und dem größten Hindu-Tempel auf Sri Lanka, dem Sri Muthumariamman Thevasthaman iP1020079n Matale, bis wir Polonnaruwa erreichen. Die Stadt war nach der Zerstörung von Anuradhapura 993 die zweite Hauptstadt von Sri Lanka und gliedert sich in New Town und die königliche antike Stadt des P1020582Königreichs Polonnaruwa. Die Altstadt ist eine der besterhaltenen archäologischen Relikte des Landes und spiegelt noch heute die Größe der ersten Herrscher wider. Sie wurde 1982 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.P1020598

Zu sehen sind hier meist nur noch Ruinenfelder, sehr wertvolle Figuren aus dem Königspalast sowie Modelle der einzelnen Gebäude. Besonders schön sind die hinduistischen Bronzestatuen von Gott Vishnu und einem tanzenden Gott Shiva.

Eindrucksvoll zeigen sich neben den brahmanischen Monumenten, die durch die Cholas-Dynastie erbaut wurden, die monumentalen Ruinen der wunderschönen Garten-Stadt von Parakramabahu I mit ihren Palästen, den gigantischen Felsskulpturen und Heiligtümern aus dem 12. Jh., es ist einfach großartig.P1020600

P1020597Um die heilige Stätte betreten zu dürfen, heißt es Schuhe ausziehen, so daß es ratsam ist, Söckchen anzuziehen. Die Steine sind durch die Sonne so heiß, daß man wie auf glühenden Kohlen läuft. Ich vergaß sie und merkte meine Fußsohlen noch Tage danach!

 

 

 

 

 

Sri Lanka ist wirklich eine Perle im Indische Ozean! Man ist überwältigt von der Landschaft, den herrlichen Stränden und Hotelanlagen sowie ihrer Kultur, die ihres gleichen sucht und den immer hilfsbereiten, gastfreundlich lächelnden Menschen.

 

 

 

Service:
Mehr Informationen gibt es bei Sri Lanka Travel und auch hier.
Die Hotels kann man hier direkt buchen:

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Sigrun Lüddecke
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Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
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