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Der neue Opel Astra

Da ist er: Der neue Opel Astra – leichter, kleiner und sportlicher. Wir haben den Kompaktklassen-Flitzer auf unserer Tour um Wien getestet.

Kofferraum auf, Gepäck rein. Der neue Astra ist etwas kleiner, leichter und sparsamer als sein Vorgänger. Der um 2 cm geschrumpfte Radstand und die um 5 cm verkürzte Karosserie verleihen dem kompakten Flitzer ein neues, dynamisches und mit der abgesetzten C-Säule auch (Seitenbild) etwas eleganteres Outfit. Die Innenmaße haben die Opel-Ingenieure dagegen vergrößern können – leichtere Materialien und z.B. dünnere Rückenlehen geben mehr Raum. Die Kopffreiheit ist ungewöhnlich groß und die „Aktion Gesunder Rücken“-Sitze sind auch bei langen Fahrten bequem.

Wir fahren von Wien auf der B9 Richtung Hainburg. Das neue IntelliLink-System mit Verkehrszeichenerkennung und Einblendung imAstra-Wien-Dashboard Mitteldisplay zeigt zuverlässig alle Geschindigkeitsbeschränkungen und der Routenplaner führt uns auch bei (absichtlichem) Verlassen der Strecke zügig und ohne viele Umwege zum Ziel.

Dann testen wir den Onstar-Service: ein Druck auf die blaue Taste und der Astra verbindet uns… Onstar bietet mit einer eigenen Fahrzeug-SIM-Karte einen WLAN-Hotspot im Auto für bis zu sieben Endgeräte. Die spezielle Außenantenne sorgt in Verbindung mit 4G/LTE (Deutschland, GB und Niederlande) für eine stabile Astra-Wien-Onstarund schnelle Internet-Verbindung. Zusätzlich hat der neue Astra in der Dachkonsole die OnStar-Taste, mit der man den persönlichen Operator anrufen kann. Der kann über das Diagnose-Modul Fahrzeugdaten abrufen oder den nächstgelegenen Golfplatz an den Routenplaner übertragen. Der Service wird z.Zt. in acht Sprachen angeboten, wobei die Fahrzeug-Sprachkonfiguration gleich an den richtigen Assistenten vermittelt: deutsch an deutsch, englisch an englisch usw. …
Mit der MyOpel-Smartphone-App kann man die OnStar-Funktionen ebenfalls steuern – oder, besonders praktisch in fremden Städten – den Parkplatz/Standort des Astra feststellen. Die OnStar-Nutzung ist für 12 Monate gratis, danach wird der Service 99,- Euro im Jahr kosten.
Natürlich bietet der neue Astra auch die CarPlay-Schnittstelle bzw. Android Auto für die Smartphone-Integration, wahlweise über Bluetooth oder USB-Kabel.

5 cm kürzer und 2 cm flacher ist der neue Rüsselsheimer

5 cm kürzer und 2 cm flacher ist der neue Rüsselsheimer (Im Hintergrund das Stadttor von Hainburg).

In Hainburg angekommen sind wir von der Wendigket und den kleinen Helferlein sehr angetan: Die Altstadt hat sehr enge Gassen Astra-Wien-Hainburg-Torund die Abstandswarner/Tote-Winkelwarner, der automatisch lenkende Parkassistent und die Rückfahrkamera leisten gute Dienste.

Zeit für einen Kaffee und einen Blick auf den Innenraum:

Das Platzangebot ist üppiger als im Vorgänger, dünnere Rücklehnen an den hervorragenden AGR-Vordersitzen geben den Rückbänklern mehr Beinfreiheit, die enorme Kopffreiheit passt auch für Leute über 1,80 m. Die Vordersitze sind beheizbar, belüftet und verfügen über ein Massagefunktion. Im Kofferraum ist das Platzangebot ausreichend, wir haben Golfbag und Sporttasche unterbekommen. Der größere Kofferraum in der Kombi-Variante des Astra lässt dann diesbezüglich keine Wünsche mehr offen.

Wir fahren weiter zum ca. 5 km entfernten Golfplatz. Das neuentwickelte 1.4-l-Triebwerk arbeitet leise und unauffällig, das Kurvenfahren macht enorm Spaß. Den Spurt von 0 auf 100 legt der neue Astra in 8,5 sec. hin, Vmax ist bei 215 km/h, die wir allerdings nicht getestet haben. Der Verbrauch bei unseren Testfahrten liegt bei guten 5,2 l Super auf 100 km. Mit dem maximalen Tankinhalt von 48 l würden wir so laut Anzeige ca. 900 km schaffen.

Astra-Wien-lux

Wirklich begeistert hat uns abends auf der Rückfahrt dann das intelligente, blendfreie Matrix IntelliLux LED®-Lichtsystem, das man in der Kompaktklasse so noch nicht kannte:
Je nach Fahrsituation werden die einzelnen Matrix-Zellen zugeschaltet. Der Effekt ist beachtlich: Straßenschilder z.B. werden gezielt ausgeleuchtet, das entgegenkommende Fahrzeug aber aus dem Scheinwerferkegel ausgespart – Kurvenlicht, Stadtlicht und weite Lichtkegel bei schneller Fahrt wechseln selbsttätig nach Fahrsituation – faszinierend! (Unser Tipp für die eigene Probefahrt: Machen Sie den Lichttest!)

Alles in allem hat uns der neue Opel Astra ausgezeichnet gefallen: optisch eindrucksvoll, technisch ausgereift und etwas günstiger als die Konkurrenz aus Wolfsburg – so geht Technik heute!

 

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Sigrun Lüddecke
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Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
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