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Die wildromantische Insel Elba – authentisch und facettenreich

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liegt ca. 10 km vom italienischen Festland entfernt und beeindruckt durch ihre kontrastreiche Landschaft und das milde Klima. Wo man auch hinsieht, immer grüne Macchia, eine einzigartige Flora, weite sanfte Hügelketten und zerklüftete Küsten sowie ein herrlich blaues Meer. Die Insel ist ein wahres Paradies für Wanderer, Naturliebhaber sowie Mountainbiker, die hier voll auf ihre Kosten kommen, denn das Hinterland mit seinen P1020694Wäldern und  ungewöhnlichen Felsstrukturen bietet ungeahnte Möglichkeiten und Herausforderungen.
Im Landesinneren und an den Küsten liegen verträumt kleine malerische Dörfer und Ortschaften, man hat das Gefühl, sie warten nur darauf, endlich wach geküßt zu werden. P1020609 Ein Postkartenfoto könnte nicht schöner sein !!

Wir hatten uns entschlossen, einen Kurztrip nach Elba zu machen

und freuten uns sehr auf die kommenden vier Tage. Leider ahnten wir nicht, daß uns ein ganzer Tag davon verloren gehen wird.
Mit InterSky geht es von Zürich nach Elba, plötzlich fliegen wir in eine dicke Nebelwand, die nichts mehr erkennen läßt, weder den Flughafen von Elba, geschweige denn die Landebahn. So entscheidet der Kapitän, weiter nach Pisa zu fliegen, damit wir von dort mit der Fähre Elba erreichen können. Dort angekommen, müssen wir auf die späte Fähre warten, die bei starkem Wind und Wellen nach ca. einer Stunde den Hafen von Elba Portoferraio270px-Portoferraio erreicht. Mit dem Bus geht es dann ca. noch eine Stunde weiter gen Süden nach Lacona. Der Ort ist vor allem bei Campern sehr bekannt und beliebt.
Unser Magen knurrt inzwischen, es ist bereits 23.30 h geworden und wir beschließen, trotz Müdigkeit noch in ein Restaurant einzukehren. Es schmeckt vorzüglich, so daß wir erst spät nachts, aber wohl gestärkt, weiter zu unserer ständigen Unterkunft fahren, um dann sehr müde im Campeggio – Appartamenti Valle Santa Maria in unser Bett zu fallen.

Die weite, sehr gepflegte Campinganlage befindet sich, umgeben von mediterraner Macchia und vielen schattenspendenden Bäumen, am weiten Strand P1020621 der wunderschönen Bucht von Lacona mit Blick über das Meer. Seit 1968 ist die Familie Rotellini Inhaberin dieses modernen  Campingplatzes, P1020735der mit allem  Komfort ausgestattet ist. Der „Camping Valle Santa Maria“ in Lacona wurde mit dem europäischen Umweltzeichen  ausgezeichnet.P1020619

Für „Nichtcamper“ stehen 14 neue und sehr nette Appartements  zur P1020615Verfügung, die für 2 – 7 Personen buchbar sind. Die Lage des Platzes ist für Gäste und Sportbegeisterte ideal, denn sie finden hier sehr gute Bedingungen für Wasserski, Windsurfen, Segeln Unterwasserfischen, Tennis, Boccia und Minigolf. Nach einer kurzen Nacht nehmen wir im Restaurant/Bar Miramar, unser Frühstück ein, das direkt am langen Strand der Anlage liegt.P1020625

Unser heutiges Ziel ist der alte Hafenort Marciana Marina im Nordwesten der Insel, der in einer wunderschönen Bucht direkt am Meer und am Fuß des Monte-Capanne- Massivs liegt.
Die Panoramastraße, die sich entlang der Küste schlängelt, bietet herrliche Ausblickeauf steile P1020629Küsten, sanfte Hügelketten und die immergrüne Macchia, es ist wunderschön, bis wir Marciana Marina erreichen. P1020635635 Auf der langen und quirligen Uferpromenade, die den zentralen Mittelpunkt des Ortes bildet, P1020647laden nette Boutiquen, kleine Geschäfte und Cafés zum Shoppen und Verweilen ein.
Am Ende der Bucht steht der im 12. Jh. erbaute pisanische WehrturmP1020661 Torre dei Appiani , südlich davon befindet sich einer von zwei Stränden, der la Fenicia mit grobem Kiesel P1020659 , der zweite Strand Vicinato lungo hat Schotter. Im netten Ort findet man gemütliche Cafés, Restaurants, Bars und Eisdielen wie die Gelateria La Svolta, P1020655die mit einer verführerischen Auswahl an Eissorten lockt, denen man einfach nicht widerstehen kann – es ist ein Genuß !
Auf der Piazza Vittorio Emanuele steht die Kirche Santa Chiara von 1776, von hier machen wir noch einen Rundgang durch den Ort und sind beeindruckt von dem alten Fischerviertel Cotone mit dem Yachthafen, den schmalen, P1020662holprigen und romantischen Gassen sowie den pastellfarbenen und dicht ans Meer gebauten Häusern.                 P1020644

Nach einer kurzen Fahrt ist unser nächstes Ziel Marciana Alta, die älteste Siedlung Elbas und schon seit der Antike durchgehend bewohnt. Sie liegt ca. 375 Meter über dem Meer und besticht durch eine fantastische Aussicht. Auf dem höchsten Punkt des Ortes thront die Festungsruine Fortezza Pisana mit ihren vier Wachtürmen und einer Aussichtsterrasse. Von hier führt ein Weg zur ältesten Wallfahrtskirche Madonna del Monte P1020675aus dem 16. Jh., die majestätisch über dem historisch gewachsenen Ort thront. Unterbrochen wird das Ortsbild der eng aneinander gebauten Häuser durch außergewöhnliche Hauseingänge, P1020678verwinkelte schmale Gassen mit vielen Blumen, den kleinen Geschäften sowie holprigen Treppenwegen. P1020672All das strahlt sehr viel Charme aus und wir beschließen, hier ins Restaurant Monilli Marciana P1020690 einzukehren. Von der schattigen Terrasse genießen wir das sehr gute Essen und den großartigen Blick auf die Gondelbahn zum Monte Capanne.
In Stehkörben der Seilbahn Cabinovia erreicht man nach 15 Minuten den Gipfel in 1019 Meter Höhe des höchsten Berges von Elba. Man wird verwöhnt mit einem herrlichen BlickP1020692 über die Nordküste und das gegenüber liegende Festland mit Piombino bis zu den Apuanischen Alpen – einfach grandios !!!

Es ist spät geworden und wir fahren wieder durch eine herrliche Landschaft in Richtung Portoferraio, wo wir in La Biodola Halt machen, das an der gleichnamigen Bucht zwischen Portoferraio und Procchio liegt. Der herrliche Sandstrand ist ca. 600 Meter lang und fällt sanft in das kristallklare Meer ab.P1020727 Von der herrlichen Kulisse mit bewachsenen Hügeln, mediterraner Macchia und dem kobaltblau bis smaragdgrün schimmernden Wasser des Golfs Biodola die für eine märchenhafte Atmosphäre sorgt sind wir begeistert.Hotel La Biodola
Hier befindet sich auch das elegante Ferien Resort Baia Bianca Suites, hotel Biodola eines der exklusivsten Hotels auf Elba, das sich nur wenige Schritte vom eigenen Privatstrand befindet. www.baiabiancasuites.de .Vier mediterrane Villen von Baia Bianca liegen in einem wunderschönen Garten und präsentieren sich in hellen Farben und Materialien. hotel Biodola 5179973_59_z
Nach einem Rundgang durch die ristorante B. Bistrotwunderschöne Anlage nehmen wir einen Aperitif auf der Terrasse mit dem weiten Blick über den Golf und die untergehende Sonne. Anschließend speisen wir im Ristorante B. Bistrot,  das mit einer außergewöhnlichen toskanischen Küche begeistert. Glücklich und wohl gestärkt geht es dann wieder zurück zu unserer Campinganlage.

Nach einem gemütlichen Frühstück und gut gelaunt270px-Portoferraio
brechen wir heute zur Hauptstadt der Insel und des gesamten toskanischen Archipels, nach  Portoferraio („Eisenhafen“) auf. Eindrucksvoll präsentiert sich der große natürliche Hafen Darsena, an dem die Fähren vom Festland anlegen. Auf seiner attraktiven Hafenpromenade, an P1020713dessen südöstlichem Ende der achteckige Wehrturm Torre della Linguella steht, ist ein quirliges Treiben von Jung und Alt zu beobachten.
Auf einer Landzunge befindet sich die malerische Altstadt mit ihren verwinkelten Treppengassen und den mittelalterlichen  Festungsanlagen aus dem 16. Jh. sowie das Wohnhaus Napoleons, die Villa dei Mulini.
Gleich am Hafeneingang thront die Festung Fortezza Linguella mit dem Archäologischen Museum. In der Oberstadt, nahe des Leuchtturmes, liegt das Forte Stella,  das immer noch bewohnt ist und die Grenze des historischen Ortskerns zur heutigen Neustadt bildet das Forte del Falcone. Alle drei Festungsanlagen P1020716 prägen das Bild der Hafenstadt und faszinieren mit einem gigantischen Ausblick über die Altstadt und Küste.
Wir schlendern durch den malerischen Ort, vorbei an dicken Mauern, Toren, Plätzen sowie Terrassen mit ihren netten Cafés, Bars und gemütlichen Restaurants sowie den zahlreichen Geschäften. Natürlich besitzt Portoferraio P1020665auch herrliche Badebuchten, die sich westlich der Stadt befinden, an denen sehr schöne Kieselstein Strände liegen.

Bei herrlich warmen Wetter werden wir nun die Halbinsel Calimata (Magnetberg) Kalamata index mit ihrer höchsten Erhebung, dem Hausberg Monte Calamita monte-calamita (413 m) besuchen. Sie liegt südlich von Porto Azzurro in der Bucht von Mola und ist von Magnetitvorkommen geprägt. Kalamata indexÜberall sind noch Spuren des Erzabbaus deutlich zu sehen, wie die Terrassen des Tagebaus oder verrostete Industrieanlagen P1020749 . Die Küste des Südens ist steil abfallend und zerklüftet,  so daß sie bei Mountainbikern und Wanderern sehr liebt ist, denn die markierten Wege bieten Touren für jeden Geschmack und jedes Können.P1020629

Auf der Halbinsel befindet sich auch das malerische Bergdorf Capoliveri, Capoliveri Elba das wohl eines der schönsten und ältesten Orte Elbas ist und schon von den Etruskern besiedelt wurde. Es liegt auf einem Sattel eines Ausläufer des Hausberges, in 167 Meter Höhe. Auf der Westseite der Insel befindet sich der Hauptstrand der Gegend, der sehr schöne Sandstrand Lido di Capoliveri, der sich über 400 Meter entlang zieht.
Herrliche Buchten befinden sich außerdem noch an der Küste des Golfo Stella.

 

t.asp

Das Zentrum des Ortes bildet wieder die Piazza Matteotti italien-elba-capoliveri-piazza-matteotti-01-1000 mit zahlreichen Cafés, gemütlichen Restaurants und Bars sowie einer schönen Aussichtsterrasse mit Blick auf den südwestlichen Teil Capoliveris, das Meer und die Küste. Die Hauptgasse des Ortes ist die Via Roma mit ihren zahlreichen Geschäften, parallel dazu verlaufen wieder kleine Gassen, bei denen oft überdachte Treppen und Durchgänge miteinander verbunden sind. All das macht den unglaublichen Charme von Capoliveris aus.
Von hier aus sind es nur ca. 7 km zu einer der Minen des Erzabbaus, der Miniere di Capoliveri, die wir besuchen werden. Schon die Etrusker erkannten den Nutzen des Erzvorkommens, so daß der Abbau bereits im 1. Jahrhundert vor Christus unter ihnen seine Blüte erlebte. P1020743

Auf einer unbefestigten Straße, umgeben von einer großartigen wilden Landschaft mit zahlreichen sehr schönen Ausblicken wie nach Korsika geht es weiter. Schon von weitem erblicken wir den eisernen verrosteten Turm, der ein gespenstiges Gefühl aufkommen läßt.

Die Mine kann man besichtigen, was wir auch tun, sie ist dunkel, P1020754feucht, kalt und muffig. Wir sind schockiert und können es kaum glauben, daß Menschen hier unter Tage mehr als 3000 Jahre unter unglaublichen Arbeitsbedingungen arbeiteten. Sie schufteten auf mehreren P1020761 Ebenen bis zu 58 Meter unter dem Meeresspiegel. Zudem gab es nur primitive Arbeitsmittel wie Vorschlaghammer, Schippe und das mühevolle Verladen auf P1020757Karren und Wagen etc.. Wir sind erschüttert von dem, was wir hier sehen! 1981 wurde hier die Produktionstätigkeit eingestellt. Trotz des steigenden Eisenbedarfs und Wirtschaftsbooms begann bereits ab 1950 dann die Phase der Bergwerkschließungen, obwohl sie seit Jahrhunderten die größte Quelle der Beschäftigung für die Menschen auf Elba war.

Nach der Besichtigung machen wir noch einen Abstecher zum einstigen Fischerort nach Porto Azzurro, der in einer geschützten Bucht im Osten der Insel liegt.porto-azzurro-03
Hohe Mauern zweier Festungen überragen den Ort, im Süden das Fort Focardo aus dem 17. Jh.fortefocardo  und die Festung San Giacomo von Porto Longone, die 1603 erbaut wurde und auf der Seite der Bucht liegt. Im Hafen des beliebten Urlaubsortes schaukeln die Kutter neben den Yachten und die lange belebte Uferpromenade ist ein idealer Treffpunkt für Urlauber und Einheimische. Am Abend sind die zahlreichen Restaurants und netten Geschäfte sehr beliebt und bieten wunderbare Treffpunkte für jedermann. P1020784

Wir besuchen noch den Handwerker Giorgio Testi, der uns mit seinen außergewöhnlich und  fantasievollen handgemachten Lederarbeiten überrascht und begeistert.

Nun geht es zurück nach Lacona, denn es ist nun unser letzter Abend, wir kehren im Restaurante/Bar Da Ledo ein, das direkt am Strand liegt. Begeistert sind wir von der ausgezeichneten italienischen Küche, P1020793den fangfrischen Fischgerichten und dem sehr freundlich und kompetenten Personal. P1020783Sehr spät geht es dann zurück zu unserer Campinganlage.

 

Leider ist heute unser Abreisetag und wir genießen noch einmal unser Frühstück im Restaurant „Miramar“ bis es zum kleinen Flughafen geht. Ich wäre gerne noch länger geblieben !

 

 

Elba, die romantisch wilde Insel ist ein wahres Paradies, sie lockt mit mehr als 100 Stränden und bietet den Gästen Möglichkeiten für alle Outdoor-Sportarten wie Wandern, Mountainbiken, Kajak, Segeln und Tauchen.
Sie hat eine sehr gute Infrastruktur und wird von Campern sehr geschätzt, so daß sich fast an der gesamten Küste kleine und große Campingplätze befinden. Sie laden zum Campen im Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil ein und bieten unterschiedlichste Standards. Die Insel ist wirklich ein Garant für einen unbeschwerten Urlaub.

www.elbalink-toskana.de/info-elba/webcam-insel-elba/
www.infoelba.net
www.enit.ch

Text u. Fotos: S. Lüddecke

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Herausgeberin Bonnes Vacances – Magazin für VIP-Reisen bei PR-CONSULT Berlin
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