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„Karibu, willkommen!“ in Kenia – im Land der Massai sowie in einer atemberaubenden Natur

Wir flogen von London aus mit Kenia Airways nach Nairobi und landeten dort nach neun Stunden und checkten völlig übermüdet im InterConti www.ihg.com ein, um am nächsten Tag unsere geplanten Safaris durch die Nationalparks zu starten.

Die Landschaft Kenias wird geprägt

durch weite Savannen, paradiesische Strände, schneebedeckte Berge, immer grüne tropische Regenwälder, Nationalparks und Wildreservate, in denen sich zahlreiche Tierarten ein Stelldichein geben.

Einst war Ostafrika Kreuzungspunkt der größten Wanderrouten der Völker Afrikas und so ist es nicht verwunderlich, dass in Kenia heute ein Gemisch unterschiedlichster ethnischer Gruppierungen zu finden ist. Die Hauptinsel Lamu, die an der Nordostküste Kenias liegt, wurde von Arabien und Indien geprägt, so dass sich von hier aus im Lauf der Jahre die afro-arabische, islamische Swahili-Kultur entwickelte.

Nairobi ist der ideale Ausgangspunkt für die schönsten Safaris durch Kenia wie auch durch ganz Ostafrika. Vor uns liegen riesige Gebiete, die der afrikanischen Tierwelt vorbehalten sind, zu denen zahlreiche Nationalparks, Wildreservate sowie die privaten Schutzgebiete gehören. Sie bieten neben einer ungeahnten Vielfalt an Flora, Tier- und Vogelarten auch ein einzigartiges Paradies für Tierbeobachtungen, die oft mit wunderschönen Überraschungen faszinieren.

Wir beschließen, den Tsavo-Nationalpark zu besuchen und einen Abstecher zum Massai-Dorf bei Maungu zu machen, das 106 km von Mombasa entfernt liegt. Von Nairobi geht es mit dem Jeep vorbei am Ort Thika, einem bedeutenden Industriezentrum, der inmitten von großen Sisal-, Anas- und Kaffeeplantagen liegt, nach Sagana. Am Mittag erreichen wir das sehr schön gelegene Savage Wilderness Camp www.whitewaterkenya.com und haben die Möglichkeit, unseren Mut beim Wildwasser-Rafting und Bungee-Jumping zu prüfen.

Danach geht es weiter in Richtung Aberdare-Gebirge, das zum Zentralen Hochland Kenias gehört und das traditionelle Siedlungsgebiet der Kikuyu ist. Hier erstreckt sich auch der 60 km Aberdere National Park www.kws.org/aberdare.html.

Bedingt durch die zahlreichen Niederschläge überraschen die Aberdares mit einer unglaublich üppigen Vegetation, die in Kenia nicht alltäglich ist. Bis zu 2400 m Höhe werden die Berghänge von fast undurchdringlichem Regenwald bedeckt, danach folgen Bambusdickicht und weiter höher, bis zu 3400 m Höhe findet man eine afro-alpine Vegetation von Farnen, Moosen und Orchideen.

Unsere Gruppe ist auf mehrere Jeeps mit Allradantrieb aufgeteilt, deren Fahrer stets untereinander Kontakt halten. So bald einer von ihnen Wildtiere entdeckt, gibt er dies sofort an die anderen weiter, so daß wir, die kein geschultes Auge haben, die Tiere schnell entdecken können.

Das Wetter ist perfekt und besticht mit Sonne und einem Himmel mit den schönsten Wolkenformationen. Wir sind begeistert von den immer wechselnden imposanten Landschaftsbildern, die von moosbewachsenen Hügel und tiefen Schluchten durchzogen werden, überall plätschern Wasserfälle wie die Gura Falls, sie sind die höchsten Kenyas.

Der Nationalpark zeigt sich als ein üppiger Regenwald, durch den holprige Sandpisten führen, die fast alle von den Briten angelegt wurden und sich bei Regen schnell in gewaltige Schlammwege verwandeln können.

Geduldig warten wir auf die ersten interessanten Begegnungen

und plötzlich rennt eine Herde Büffel vor unseren Jeep, ein gigantisches Schauspiel, wir jubeln ! Weiter geht die spannende Fahrt, immer den Feldstecher griffbereit und den Finger am Auslöser des Fotoapparats. Wir können es nicht fassen, nicht weit von uns trottet eine Herde Elefanten sowie Wildschweine (mächtige Kaliber) und in der Ferne, fast nicht von den Bäumen zu unterscheiden, eine Giraffenfamilie mit ihren Jungen. Später erblicken wir gleich im Rudel die seltene Antilopenart „Bongo„ mit ihren weißen Längsstreifen – wir sind begeistert.

Wir übernachten in der The Ark Lodge www.aberdaresafarihotels.com, die nur mit dem Hotelbus vom Aberdare Country Club angefahren werden kann. Sobald es dunkel wird, ist die beleuchtete Wasserstelle des Camps ein Treffpunkt des Großwilds, zu denen u.a. Büffel und Elefanten gehören, die hier zum Trinken kommen und nebenbei den salzhaltigen Boden, der für sie wichtige Mineralien enthält, ablecken.

Besonders nachts kann man von der Aussichtsterrasse die Tiere aus nächster Nähe beobachten und der Mondschein verleiht dem beeindruckenden Schauspiel einen ganz besonderen Reiz.

Ein kurzer Stopp am Äquator

Den nächsten Tag fahren wir auf einer gut ausgebauten asphaltierten Ringstraße weiter, die das Massiv des Mt. Kenia umfährt. Malerisch sind die Ausblicke auf Kenyas höchsten Berg bis wir Nanyki , das auf ca. 2000 m Höhe liegt, erreichen. Das Klima ist hier sehr angenehm und wir machen Stopp am Äquator, wo sich gleich ein Straßenmarkt mit den üblichen Souvenirs angesiedelt hat.

Am Nachmittag geht es per Flug mit Air Kenya www.airkenya.com zum Tsavo West Nationalpark via Samburu, das mit Buffalo Springs und dem 1245 m hohen Koitogorr, ein ca. 300 qkm großes Wildschutzgebiet bildet.

Das Herz des weiten Gebietes ist der Ewaso Ngiro River, dem die Samburu den Namen „Fluss des braunen Wassers“ gaben.
Hier leben besonders die Tiere, die sich der Trockenheit gut angepasst haben wie Netzgiraffen, Elefanten, Grevy-Zebras, Geparden und Leoparden.50 km östlich von Mombasa, an der Grenze zu Tansania befindet sich der Nationalpark Tsavo East und Tsavo West, der durch die Straße, die von Nairobi nach Mombasa führt, geteilt wird. Er bildet mit einer Gesamtfläche von über 20.000 Quadratkilometern Kenias größten Nationalpark.

Da es hier kein Wasser gibt, ist diese trockene Gegend für Menschen nicht geeignet, demzufolge hat sich in den letzten Jahren die Population verschiedener Tierarten wie der Elefanten und Löwen prächtig entwickeln können. Der Tsavo East ist mit seinen 14.000 Quadratkilometer deutlich größer, als der Tsavo West, beide unterscheiden sich auch landschaftlich von einander, so ist der T. East deutlich trockener als sein Bruder und zeigt sich mit Busch- und Grassavannen, die im Norden allmählich in Halbwüste übergehen.

Der Tsavo West lockt mit weiten hügligen Savannen, bewaldeten Vulkankegeln und grünen Akazienwäldern am Ufer der wenigen Flüsse sowie schwarzen Lavaströmen, die sich bis an die Grenze von Tansania ziehen sowie dem intensiven Rot der eisenoxydhaltigen Lateriterde. Wir machen einen Stop in der Severin Safari Lodge, die wunderschön gelegen ist. www.severin-touristik.de

Sehr früh am Morgen – Aufbruch zum Nationalpark, damit wir noch einiges Großwild erblicken können, denn spätestens nach 10 Uhr suchen sich viele Tiere einen Schattenplatz, den sie erst nachmittags zur Nahrungssuche wieder verlassen, so daß eine Beobachtung dann kaum möglich ist.

Nach Entrichtung der Eintrittgebühren am Buchuma Gat dürfen wir in den Tsavo fahren und schon nach kurzer Zeit treffen wir auf ein riesige Herde „Red Elefaphans„, die aussieht, als hätte sie sich extra für uns gerade frisch mit der roten Lateriterde gepudert.

Es geht weiter durch eine traumhafte Landschaft und bald erreichen wir die Taita Hills, ein kleines privates Tierschutzgebiet. Es hat mehrere Wasserstellen und Salzecken, von denen die Tiere anlockt werden und so kommt wir auf unserer Pirschfahrt voll auf unsere Kosten, zahlreiche Tiere beobachten zu können.

Am Abend erreichen wir die 4-Sterne Sarova Salt Lick Game Lodge mit ihrer großen Terrasse, die ideale Voraussetzung für Beobachtungen bietet
Sie wurde auf Stelzen gebaut und liegt malerisch in den Ausläufern der Taita Hills.

Die Massai – das bekannteste Volk Kenias Auf der Weiterfahrt in Richtung Mombasa erreichen wir bei Maungu ein Massai-Dorf, das in einem weit offenen Savannengebiet liegt. Ihre Hütten, auch Manyatta genannt und soviel wie „Hütte des Kriegers„ bedeutet, werden von den Frauen aus Lehm und Dung erbaut.

Für die Belüftung, für uns kaum spürbar, dienen kleine Löcher, Elektrizität und sanitäre Anlagen gibt es nicht. Ihre traditionelle Existenzgrundlage ist das Vieh, von dem jede Familie ca. 70 – 300 Stück hat und so gehört auch das Trinken von Rinderblut, das teilweise mit Milch vermischt wird, zu ihrem Leben. Sie leben eng mit ihren Tieren zusammen und so ist um jede Hütte ein Dornenzaun gezogen, damit auch die Tiere nachts Schutz finden.

Bis heute haben sich die immer in rot gekleideten Massai ihren Ruf als stolze Krieger bewahrt und leben trotz der modernen Entwicklung nach ihrer althergebrachten Lebensweise, die stark vom Glauben geprägt wird. Jedes Dorf hat einen Laibon, (Oberste des Dorfes) und somit ein Seher, Zauberer, Heilkundiger und religiöser Führer ist.

Die Massai sind Nomaden und wechseln den Ort, wenn ihre Tiere keine Nahrung mehr finden. Auch wandern sie oft über die Grenze nach Tansania, denn hier soll ihr Gott Enkai auf dem Berg Oldonyo Lenggai leben.

Bei der Besiedlung der Briten verloren sie viel von ihrem Land, so daß sie heute nur noch am Rand der Nationalparks von Amboseli, Tsavo, Serengeti und Masai Mara leben. Hier bewirtschaften sie ihre spärlichen Weidegebiete und fristen ein Leben am Existenzminimum.

Da sich die politische Lage in Kenia wieder beruhigt hat, ist es ohne weiteres möglich, dieses wunderbare Land, das mit seiner ursprünglichen und atemberaubenden Natur, den wilden Tieren sowie unzähliger Kleintier- und Vogelarten wieder zu bereisen. Egal welche Safari man durch Kenias Nationalparks auch bucht, es wird für jeden ein unvergessliches Erlebnis sein, denn man erlebt Buschatmosphäre pur inmitten von großartiger Natur und zahlreichen wilden Tieren.

INFO-TIPP

Reisepass: ja
Visum: ja, bei Botschaft (40,– €) oder direkt bei Einreise am
Flughafen (50,– €)
Einreisebestimmungen: keine
Klima: ganzjährig zu bereisen
Beste Reisezeit: Dez. – März, auch Juni – Sep., Regen von Ende März – Mai,
Ende Okt. – Anf. Dez.
Kleidung: leichte Sommerkleidung, Jacke für morgens u. abends
Impfungen: Malaria-Prophylaxe
Sonstiges: Mittel gegen Mücken
Währung: Kenia-Schilling (KSh)
Kreditkarten: Reiseschecks werden bei Banken u. Hotels akzeptiert
Zeit: Sommer: + 1 Std., Winter + 2 Std.
Strom: 220/240 V 50 Hz., dreipoliger Adapter nötig
Sprache: Suaheli ist Nationalsprache, Englisch
Sicherheit: Wertsachen u. Flugticket im Safe aufbewahren
Telefon: Handy mit Roaming-Abk. funktioniert in Touristen- u.
größeren Städten

INFO-TELEFON
Kenya Tourist Board
c/o TravelMarketing Romberg TMR GmbH
Tel.: +49 (0) 2104 – 83 29 19 Fax: — 91 26 73
www.magical-kenya.de
e-mail: kenia@travelmarketing.de

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