EINE FLUSSKREUZFAHRT AUF DER WOLGA UND DEN NÖRDLICHEN WASSERWEGEN – Teil 3 von 6

Wir sind froh, das Wetter wird besser.

Ab jetzt übernimmt unsere Reiseleiterin „Ekaterina Titova“, genannt Katja unsere Begleitung der Reise

 gibt uns Einblicke in die spannende Geschichte Russlands, die sich in den Jahrhunderten entwickelt hat, und wie sich heute der „Russische Alltag“ aussieht, es ist hoch interessant.

Quelle: Harpers Bazaar

Am nächsten Tag geht es mit unserem Bus zur beliebtesten Straße „Arbat“, die mit ihren Souvenir Ständen, den Kunstläden und dem vielen Kitsch, zu denen auch die Matroschkas in allen Varianten gehören, locken. Natürlich dürfen auch die Musiker, Straßenkünstler und Maler nicht fehlen, die für Unterhaltung sorgen. Zum Entspannen laden die netten Straßen-Cafés ein, die nirgends fehlen. Diese Straße mit ihren alten historischen Häusern hat ein besonderes Flair, so dass sie seit dem 19. Jh. eine erste Adresse für die „Reichen und Schönen“ und seit 1980 die erste Fußgängerzone der Sowjetunion ist .

Heute ist schon der 9.5. und unser Schiff erreicht nach 266 km auf dem Moskau-Kanal die Kleinstadt „Uglitsch“ .

Quelle: Tripadvisor

Es ist eine Stadt mit 34.507 Einwohnern, die sich am Oberlauf der Wolga und am Staudamm des „Uglischer Stausees“ befindet, der erst im 20. Jh. erbaut und 1937 eröffnet wurde. Sie ist die älteste Stadt und auch Kreisstadt Russlands. Sie begeistert mit ihren historischen Sehenswürdigkeiten, darunter sind 23 orthodoxe Kirchen und drei Klöster. Mitten im Zentrum befindet sich noch der alte Fürstenpalast aus dem 15. Jh., eines der ältesten steinernen Wohngebäude Russlands. Direkt daneben steht die weiß-rote „Demetrios- oder Blutkirche“ mit ihren blauen Kuppeln von 1692. Sehenswert ist auch die „Verklärungskirche“ aus dem 18. Jh. mit ihrem separat errichteten Glockenturm und einer herrlichen Ikonenwand.

Nach all den Besichtigungen meldet sich nun der Hunger bei uns und es geht zurück zum Schiff, wo uns schon die gedeckten Tische auf unser herrliches Abendbrot vorbereiten.

Die Nacht verbringen wir dann auf der Wolga und erleben zwei Schleusen. Der Moskau-Kanal hat eine Länge von 128 km und ist die drittlängste künstliche Wasserstraße der Welt. Die Fahrt durch den Kanal dauert ca. 10 Stunden.

 

Das Wetter wird immer besser und die Tage vergehen sehr schnell

Die Sonne scheint schon am Morgen, und wir freuen uns auf das köstliche Frühstück, danach geht es mit unserem Schiff am Glockenturm der versunkenen Stadt „Kaljasin“ vorbei, der einsam und verlassen aus dem Meer ragt. Nach einiger Zeit erreichen wir dann die alte Kaufmannsstadt „Jaroslawl“, die im Jahr 1010 vom Fürsten „Jaroslaw des Weisen“ gegründet wurde. Sie ist eine der ältesten Städte am Oberlauf der Wolga. Besonders schön zeigt sich ihre „Prophet-Elias-Kirche“ mit ihren fünf grünen Kuppeln, die auf dem Hauptplatz der Stadt steht und im Jahr 1647 erbaut wurde.

Ihre Freskenmalerei ist noch original aus dem 17. Jh.. Im 18. Jh. wurde die historische Innenstadt von Katharina der Großen umgebaut, so dass ein klassizistisches Stadtbild entstand. Heute gehört Jaroslawl zum UNESCO Weltkulturerbe und ist eine der 85 russischen Gebietshauptstädte sowie ein wichtiges Wirtschaftszentrum.

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Bericht und Fotos: S. Lüddecke

www.gebeco.de

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